St. Pölten (OTS) – Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Stockerau feierte
kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen. Die Bildungseinrichtung zeichnet
sich durch ein vielfältiges Bildungsangebot aus und leistet einen
wertvollen Beitrag zur qualitativen Ausbildung von Pflegekräften.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte in ihrer Festrede:
„Seit 50 Jahren werden in Stockerau Fachkräfte ausgebildet, die sich
mit großem Einsatz und Empathie um die Patientinnen und Patienten in
den Kliniken oder um die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflege-
und Betreuungszentren kümmern. Wir werden uns weiter intensiv
einsetzen, um einerseits junge, motivierte Menschen für die Pflege zu
gewinnen und andererseits die Arbeitsbedingungen sukzessive zu
verbessern. Ich bedanke mich beim Team der Schule und natürlich auch
bei allen Absolventinnen und Absolventen der vergangenen 50 Jahre“,
so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
Der Gesundheitsplan 2040+ sieht vor, dass Medizin und Pflege in
Zukunft konsequent aus einer Hand geplant werden. Die Vielzahl an
unterschiedlichen Aufgaben, sei es in einem Klinikum oder in einem
Pflege- und Betreuungszentrum, erfordert eine entsprechend große
Anzahl an fachkundigem, gut ausgebildetem Personal – gerade und vor
allem auch im Bereich der Pflege. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts
war der Bedarf an gut ausgebildetem, qualifiziertem Pflegepersonal
sehr groß. Um diesem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken und die
Gewinnung von gut ausgebildetem Personal zu erleichtern, wurde die
Implementierung einer Ausbildungsmöglichkeit für Pflegepersonal am
Klinikstandort Stockerau forciert. Damit waren die Weichen gestellt,
und am 9. August 1976 erging der Bescheid, wonach die Stadtgemeinde
Stockerau eine allgemeine Krankenpflegeschule errichten und führen
durfte.
Die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Stockerau ist
Garant dafür, eine fundierte Ausbildung in einem anspruchsvollen
Bereich des Gesundheitswesens anzubieten, bei der sowohl theoretische
als auch praxisorientierte Inhalte vermittelt werden.
Vorständin Elisabeth Bräutigam und Vorstand Bernhard Kadlec
bedankten sich bei allen, die diese Ausbildung auf höchstem Niveau
gewährleisten: „Die NÖ Landesgesundheitsagentur steht für die
bestmögliche medizinische und pflegerische Behandlung und Betreuung
in Niederösterreich – das ist unser gemeinsames Versprechen an die
Menschen in unserem Land. Und um dieses Versprechen auch in Zukunft
halten zu können, benötigen wir gut ausgebildetes Personal aller
Berufsgruppen. Die größte Berufsgruppe in den niederösterreichischen
Kliniken ist die Pflege, und daher müssen entsprechend viele
Ausbildungsplätze auf hohem Niveau geschaffen werden, denn gut
ausgebildete Pflegekräfte sind das Rückgrat und das Herzstück des
Gesundheitswesens.“
Die Pflege ist das essenzielle Bindeglied zwischen Patientinnen
und Patienten, Ärztinnen und Ärzten sowie den Angehörigen und
zugleich Schnittstelle für sämtliche administrativen und
organisatorischen Abläufe. Damit reicht ihre Bedeutung weit über die
rein pflegerische Versorgung hinaus. Deshalb sind die Schulen
unerlässlich, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Sie sichern
die qualitative Ausbildung von Nachwuchskräften durch die Vermittlung
des fachlichen Know-hows in der Praxis und sind für das reibungslose
Funktionieren des Gesundheitswesens unverzichtbar.
Manuela Wiesner, MSc, Direktorin der Schulen für Gesundheits- und
Krankenpflege Hollabrunn und Stockerau, dazu: „Die Schulstandorte
Stockerau und Hollabrunn ergänzen sich durch ihr breit gefächertes
Angebot. Somit profitieren die Auszubildenden von einer erweiterten,
standortübergreifenden Ausbildungs- und Weiterbildungspalette, die
theoretisches und praktisches Wissen optimal verknüpft. Bereits am
11. Oktober 1976 begann in Stockerau der erste dreijährige
Ausbildungslehrgang des gehobenen Dienstes im Pflegebereich mit 18
Schülerinnen, von denen neun diplomierten. Ich freue mich, dass wir
in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viele Auszubildende
begleiten durften.“
Nähere Informationen beim Büro LR Teschl-Hofmeister unter
02742/9005-12655, Dieter Kraus, und E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at