Graz (OTS) – Ein halbes Jahr nach dem Start hat die Grazer Ski-App
SkiCoach ihre
Nutzerzahl verdoppelt: über 1.200 Downloads in 60 Ländern, vier
Prozent davon zahlende Kunden, weiterhin ohne Marketingbudget.
Größter Markt ist Österreich; ein Viertel der Nutzer kommt von
außerhalb Europas, Japan liegt vor Italien und der Schweiz, obwohl
die App dort nie beworben wurde. Ab heute ist Version 2.0 im App
Store und bei Google Play verfügbar. SkiCoach macht das Smartphone
zum Echtzeit-Coach: Die Sensoren des Handys bewerten jede Abfahrt mit
0 bis 100 Punkten, ein Audio-Coach gibt über Kopfhörer Hinweise
während der Fahrt. Zusatzhardware, wie sie vergleichbare Systeme für
mehrere hundert Euro voraussetzen, ist nicht nötig.
Zwtl.: Neu: Snowboard, GPS-Replay, Season Pass
Version 2.0 bringt einen eigenen Snowboard-Modus mit board-
spezifischer Schwungerkennung, ein GPS-Replay jeder Abfahrt auf
Offline-Karten, Saison-Analysen mit Score-Trend und Speed-Entwicklung
sowie einen Season Pass um 19,99 Euro, der nach dem Winter
automatisch endet. Das Audio-Coaching reagiert jetzt auf das, was die
Sensoren messen, statt in festen Intervallen. Alle Käufer der ersten
Version werden kostenlos und dauerhaft auf die höchste Stufe ELITE
hochgestuft.
Zwtl.: Zweiter Gründer aus dem Skisport
Mit Version 2.0 wird aus dem Ein-Personen-Projekt ein Team.
Bernhard Ratschiller, staatlich geprüfter Skilehrer aus Kärnten, ist
im September als Mitgründer eingestiegen. Er baute drei Jahre lang
das Ausbildungssystem des chinesischen Ski-Simulator-Unternehmens
Snow51 auf, das in dieser Zeit von 30 auf über 500 Mitarbeiter wuchs,
gründete eine Skischule in Hokkaido mit und arbeitete mit Fischer und
Atomic zusammen. Bei SkiCoach verantwortet er die Coaching-Methodik
und den Instructor Mode, mit dem Skischulen die Fortschritte ihrer
Gäste über die Woche verfolgen können.
„Ich kann einen Schwung messen. Bernhard weiß, wie sich ein guter
Schwung anfühlt und wie man das so sagt, dass jemand tatsächlich
etwas ändert“, sagt Gründer Mihajlo Grmaš. „Das war die Hälfte, die
gefehlt hat.“ Ratschiller ergänzt: „Ein Skilehrer achtet auf drei
Dinge und sagt eines davon. Genau das soll die App tun, nicht mit
Daten überschütten.“
Zwtl.: Science Park Graz
Das Team nimmt an der Science Park Graz Academy teil, dem
achtwöchigen Vorbereitungsprogramm des Grazer Hightech-Inkubators.
Über die Aufnahme in das Inkubationsprogramm wird im Dezember
entschieden.
SkiCoach läuft weiterhin vollständig am Smartphone, ohne
Zusatzhardware, Cloud oder Benutzerkonto; die Bewegungsdaten
verlassen das Gerät nicht. Die Gratis-Version bleibt kostenlos; PRO (
39,99 Euro) und ELITE (69,99 Euro) sind Einmalkäufe. Verfügbar auf
Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.