Wien (OTS) – In Wien-Liesing hat heute der Spatenstich für „ Mona’s
Liesing “
stattgefunden: Die gemeinnützigen Bauträger WBV-GPA und Neues Leben
errichten im Stadtentwicklungsgebiet „In der Wiesen“ 407 geförderte
Mietwohnungen, ein Hallenbad und ein Holz-Quartierszentrum.
Gestern, Donnerstag, feierten Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch
, Bezirksvorsteher Gerald Bischof sowie Michael Gehbauer und
Siegfried Igler – die Geschäftsführer der beiden gemeinnützigen
Bauträger WBV-GPA und Neues Leben – gemeinsam den offiziellen
Bauauftakt mit dem Spatenstich.
Zwtl.: Ein Gegengewicht zum freien Markt
Von den 407 geförderten Mietwohnungen werden 204 als SMART-
Wohnungen ausgeführt – kompakte Grundrisse für Alleinstehende,
Alleinerziehende und junge Familien. Die Miete liegt bei rund 10,60
Euro pro Quadratmeter und Monat inklusive Betriebskosten und
Umsatzsteuer; bei den übrigen geförderten Mietwohnungen bei rund
12,30 Euro. Insgesamt investieren WBV-GPA und Neues Leben ca.115
Millionen Euro in das Projekt. Für Wohnbaustadträtin Elke Hanel-
Torsch, die das Ressort seit März 2026 verantwortet, steht das
Projekt für die Kooperation der Stadt Wien und der gemeinnützigen
Bauvereinigungen in Wien:
„ Hier kann man live erleben, wie die weltberühmte Geschichte des
Wiener Wohnbaumodells um ein weiteres Kapitel reicher wird. Denn die
Stadt Wien redet nicht nur von leistbarem Wohnraum, sondern stellt
auch die Weichen, damit dieser Realität wird. Gemeinsam mit den
starken Partnern der gemeinnützigen Wohnbauträger wird hier soziale
Verantwortung gelebt und vorgebaut . “
– Elke Hanel-Torsch, Wohnbaustadträtin
Zwtl.: Ein neues Zentrum für ein wachsendes Grätzl
Für den Bezirk ist „Mona’s Liesing“ mehr als ein Wohnbauprojekt.
Zehn Häuser um fünf grüne Höfe, ein Hallenbad für die Bewohner:innen,
zwei Geschäftslokale und ein Quartiershaus in Holzbauweise mit 14
Gemeinschaftsräumen und Generationencafé sollen ein Zentrum für das
neue Grätzl bilden – zwischen In der Wiesen, Karin-Deckert-Weg und
Roso-Schweizer-Promenade, nahe der U6-Station Erlaaer Straße. Das
Projekt ist Teil des größeren Stadtentwicklungsgebiets „In der
Wiesen“, in dem in den kommenden Jahren rund 1.600 Wohnungen
entstehen. Bezirksvorsteher Gerald Bischof sieht darin eine Chance
für den gesamten Bezirk:
„ In Liesing lässt es sich wunderbar leben. Das unterstreicht
einmal mehr auch dieses Projekt. Mit seiner vielfältigen funktionalen
Durchmischung, die weit über das reine Wohnen hinausgeht, bereichert
es das Stadtentwicklungsgebiet ‚In der Wiesen‘ nachhaltig. “
– Gerald Bischof, Bezirksvorsteher Liesing
Zwtl.: Drei Handschriften, ein Quartier
Geplant wurde „Mona’s Liesing“ im Rahmen eines zweistufigen
Bauträgerwettbewerbs von drei Architekturbüros gemeinsam: Clemens
Kirsch Architektur, Illiz Architektur und Blaich + Delugan
Architekten. Die Ausführungsplanung liegt bei WGA ZT GmbH, gebaut
wird das Quartier vom Generalunternehmer GERSTL Bau. Die bewusste
Aufteilung auf drei Handschriften in der Wettbewerbsphase soll
innerhalb eines gemeinsamen Rahmens aus Farben und Materialien
unterschiedliche Wohnungstypen und Freiraumqualitäten entstehen
lassen. Ergänzt wird das Quartier durch die Baugruppe WaLeWi mit rund
40 Wohnungen sowie ein Wohnheim der Stadt Wien (MA 11) mit acht
Heimplätzen.
Das Energiekonzept setzt auf mehrere erneuerbare Energiequellen
zugleich: Ein bauplatzübergreifendes Anergienetz mit Tiefensonden,
Wärmepumpe, Solarthermie und Photovoltaik soll den Betrieb der
gesamten Anlage ohne Öl oder Gas ermöglichen. WBV-GPA-Geschäftsführer
KommR Mag. Michael Gehbauer sieht darin den Kern des Projekts:
„ Drei Architekturbüros haben an diesem Quartier gearbeitet –
bewusst, denn Vielfalt in der Gestaltung schafft Vielfalt im Wohnen.
Genauso konsequent ist das Energiekonzept: Tiefensonden, Solarthermie
und Photovoltaik versorgen die Wohnungen, ganz ohne Öl oder Gas.
Damit zeigt ‚Mona’s Liesing‘ schon heute, wie Wohnen ohne Öl und Gas
funktioniert. “
– Michael Gehbauer, Geschäftsführer WBV-GPA
Grün, kühl, ohne Autos im Innenhof
Die Kfz-Stellplätze bündeln WBV-GPA und Neues Leben in einer
dreigeschossigen Tiefgarage entlang der Straße. Im Inneren des
Bauplatzes bleibt der Boden dadurch großteils unversiegelt und wird
automatisch bewässert – Platz für tief wurzelnde, schattenspendende
Bäume, natürliche Versickerung und einen Freiraum, der gemeinsam mit
der Umweltorganisation Global 2000 als „Nationalpark Garten“
gestaltet wird. Dachterrassen mit Wintergärten, ein
doppelgeschossiger Mehrzweckraum und ein Shared Office ergänzen das
Angebot für die künftigen Bewohner:innen. Für Dir. Bmstr. Ing.
Siegfried Igler, Obmann von Neues Leben, ist das kein Zusatz, sondern
Grundprinzip:
„ Wir bauen hier kein Wohnhaus, das nur bei Schönwetter
funktioniert. Wir bündeln die Autostellplätze in einer Tiefgarage an
der Straße, damit im Inneren des Quartiers großkronige Bäume tief
wurzeln können. Das kühlt im Sommer, hält Regenwasser dort, wo es
fällt, und macht die Höfe zu einem Lebensraum – für Menschen genauso
wie für Tiere und Pflanzen. “
– Siegfried Igler, Obmann Neues Leben
Zwtl.: Zeitplan
Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2029 geplant.
Interessent:innen können sich schon jetzt unverbindlich auf den
Websites der beiden Bauträger für eine Wohnung in „Mona’s Liesing“
vormerken lassen.
Zwtl.: Über die WBV-GPA
Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA) wurde 1953
von der Gewerkschaft der Privatangestellten als eigenständiges
gemeinnütziges Unternehmen gegründet. Sie verwaltet heute rund 10.000
Wohnungen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark und bietet
ihren Mieter:innen sicheren, qualitätsvollen Wohnraum zu leistbaren
Preisen. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist dabei Maßstab des
Handelns: In der Hausverwaltung steht die WBV-GPA für Transparenz und
einen fairen Umgang auf Augenhöhe, in ihren Projekten auch für
alternative Wohnformen wie Baugruppen und für Chancengleichheit.
Geschäftsführer ist KommR Mag. Michael Gehbauer, der zugleich Obmann
der Landesgruppe Wien des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger
Bauvereinigungen (GBV) ist.
Zwtl.: Über Neues Leben
Die Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Neues
Leben“ wurde am 27. November 1950 mit der Eintragung im
Genossenschaftsregister des Handelsgerichts Wien gegründet und zählt
seit 75 Jahren zu den gemeinnützigen Wohnbauträgern Wiens. Die
Genossenschaft sieht ihre Aufgabe darin, im Rahmen des sozialen
Wohnbaus einer breiten Schicht der Bevölkerung leistbaren und
qualitätsvollen Wohnraum zu sichern – durch vorausschauende
Liegenschaftsakquisition, den Bau von Genossenschaftswohnungen zur
dauerhaften Nutzung für ihre Mitglieder, gute Wohnqualität,
zeitgemäße Wohnumfeldgestaltung und die Mitwirkung an städtebaulichen
Maßnahmen. Sparsamkeit und unbürokratische Strukturen prägen die
wirtschaftliche Basis des Unternehmens. An der Spitze der
Genossenschaft steht Obmann Dir. Bmstr. Ing. Siegfried Igler.
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